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Wissenswertes über Luftfeuchte

Unsere Umgebungsluft ist ein Gasgemisch und enthält immer Wasser in Form von Wasserdampf.
Die tatsächlich enthaltene Wassermenge wird als absoluter Wassergehalt bezeichnet und in Gramm Wasser pro Kilogramm trockener Luft angegeben.

Ein Kubikmeter Luft wiegt bei etwa 20 °C rund 1,2 kg.

Wie viel Wasserdampf Luft aufnehmen kann, hängt stark von der Temperatur ab.
Jedes Kilogramm Luft kann nur eine begrenzte Menge Wasserdampf binden. Wird diese maximale Menge erreicht, spricht man von gesättigter Luft. In diesem Zustand beträgt die relative Luftfeuchtigkeit 100 %.

Die relative Luftfeuchtigkeit beschreibt somit das Verhältnis zwischen:

·        der aktuell in der Luft enthaltenen Wasserdampfmenge

·        und der maximal möglichen Wasserdampfmenge bei gleicher Temperatur

Mit steigender Temperatur kann Luft mehr Wasserdampf aufnehmen.
Das bedeutet: Der maximal mögliche (absolute) Wassergehalt der Luft nimmt mit zunehmender Temperatur zu.

Die Kondensation von Wasserdampf  

Erwärmt sich Luft, kann sie mehr Wasserdampf aufnehmen.
Bleibt die tatsächlich enthaltene Wasserdampfmenge dabei unverändert, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit.

Kühlt sich Luft hingegen ab, verringert sich ihre Fähigkeit, Wasserdampf aufzunehmen.
Die in der Luft enthaltene Wassermenge bleibt gleich, wodurch die relative Luftfeuchtigkeit ansteigt.

Sinkt die Temperatur weiter, wird schließlich ein Punkt erreicht, an dem die Luft genau so viel Wasserdampf enthält, wie sie maximal aufnehmen kann. Diese Temperatur wird als Taupunkttemperatur bezeichnet.

Wird die Luft unter die Taupunkttemperatur abgekühlt, kann sie den überschüssigen Wasserdampf nicht mehr halten.
Der Wasserdampf wird ausgeschieden und kondensiert zu flüssigem Wasser – der Luft wird Feuchtigkeit entzogen.

Typische Beispiele für diesen Vorgang sind:

·        beschlagene Fensterscheiben im Winter

·        das Beschlagen einer kalten Getränkeflasche in warmer Umgebung

Je höher die relative Luftfeuchtigkeit ist, desto höher liegt auch die Taupunkttemperatur.
Das bedeutet: Bei feuchter Luft wird der Taupunkt schneller erreicht und Kondensation tritt entsprechend leichter auf.

 

Funktionsablauf des Luftentfeuchters 

1.      Ansaugen der Raumluft:
Der Umluftventilator saugt die feuchte Luft über das Ansauggitter an.
Dabei passiert die Luft zunächst den Filter, anschließend den Verdampfer und den dahinterliegenden Kondensator.

2.      Abkühlen und Kondensieren:
Am Verdampfer wird der Luft Wärme entzogen, wodurch sie bis unter den Taupunkt abgekühlt wird.
Der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert auf den Verdampferlamellen und wird als Wasser ausgeschieden.

3.      Aufwärmen der Luft:
Am Kondensator wird die abgekühlte, entfeuchtete Luft wieder leicht erwärmt.
Sie wird mit einer Temperaturerhöhung von ca. 5–10 °C über der Raumtemperatur über das Ausblasgitter zurück in den Raum geführt.

4.      Zirkulation und Trocknung:
Die trockene, erwärmte Luft vermischt sich mit der Raumluft.
Durch die kontinuierliche Zirkulation reduziert sich die relative Luftfeuchtigkeit im Raum nach und nach.